CHRISTINE WETZLINGER-GRUNDNIG
Kunst schafft Raum
Umetnost ustvarja prostor
2020
aus „Interventionen im öffentlichen und sakralen Raum“
iz „Posegi v javnem in sakralnem prostoru“
Valentin Oman zählt zu den renommiertesten österreichischen Künstlerpersönlichkeiten. In bisher über fünfzig Schaffensjahren hat der Künstler ein beeindruckendes, vielfältiges und stringentes künstlerisches Œuvre geschaffen, das sich schwerpunktmäßig auf die Medien Grafik, Malerei, Skulptur und Installation bezieht.
Seinen großen Bekanntheitsgrad, regional, national und international, hat Valentin Oman in erster Linie seiner Arbeit im öffentlichen Raum zu verdanken. Er ist in seiner heimatlichen Region durch ein überdurchschnittlich hohes Maß an Werken im architektonisch-gestalterischen Zusammenhang, vor allem von kirchlichen und öffentlichen Gebäuden und Plätzen, deutlich präsent. Dieses Phänomen ist einer besonderen inhaltlichen wie formal-ästhetischen Eigenart und dadurch auch Eignung seiner Arbeit für diesen Zweck zuzuschreiben.
Die Kunstwerke in baulicher Verbindung und im öffentlichen Raum unterscheiden sich von herkömmlichen Atelier- beziehungsweise Ausstellungsstücken durch ihre Immobilität, ihre orts- und auch themenspezifische Ausrichtung und Gebundenheit, der sie unterworfen sind. Sie sind konkret daraufhin konzipiert und ausgeführt. Sie sind örtlichen, technischen, baulichen Vorgaben verpflichtet und müssen ihre inhaltlichen, künstlerischen und ästhetischen Aufgaben erfüllen. Handelt es sich um Werke im öffentlichen Raum, kommen noch die vielfältigen Ansprüche der unterschiedlichen gesellschaftsrelevanten, politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Begehrlichkeiten, die sich auf diesen Raum richten, hinzu.
In der Kunst im öffentlichen Raum beziehungsweise am Bau verbinden sich heute zeitgenössische künstlerische Techniken und Methoden mit klassischen Aufgabenstellungen der Kunst, die in ihrer Historie über Jahrhunderte hinweg auftragsabhängig, zweckorientiert und funktional bestimmt war.
Im komplexen inhaltlichen und baulich-örtlichen Zusammenhang entfalten die Kunstwerke ihre besonderen Wirkkräfte – jenseits von Schmuck und Dekor, die bis ins sozio-politische oder spirituelle Feld reichen.
Umgekehrt bringen sie durch ihre einzigartige Sprache, durch ihr spezielles künstlerisches Vermögen in multidisziplinärer Entfaltung die jeweiligen Qualitäten der Lokalität verstärkt zum Ausdruck. Die Kunstwerke schaffen entsprechende Atmosphären, kommunizieren die Bestimmung des Raumes, ergänzen und unterstreichen seine situativ-räumlichen sowie architektonischen Definitionen und machen ihn auf diese Weise zu einem besonderen, einzigartigen Ort. Die Kunst schafft im öffentlichen Raum Aufmerksamkeit und erzeugt Diskurs, der den Raum als Terrain der kulturellen und gesellschaftspolitischen Debatte ausweist und zur Beteiligung und Auseinandersetzung einlädt.
Valentin Omans künstlerische Arbeit scheint sich für den öffentlichen Raum und den baulichen Kontext in besonderer Weise zu eignen. Für ihn ist der Bezug zum Ort und zur Architektur von großer Wichtigkeit, aber auch seine zentrale thematische Auseinandersetzung, der er sich in seiner künstlerischen Arbeit von Beginn an widmet, scheint ihn dafür zu prädestinieren. Diese gilt im überwiegenden Teil von jeher der menschlichen Existenz. Sie ist – in größter Sensibilität und Empathie – den grundsätzlichen Fragestellungen des Seins gewidmet. Zudem vertritt Valentin Oman als Kärntner Slowene auch ein engagiertes politisches Anliegen, das sich, mit künstlerischen Mitteln formuliert, in seine Arbeiten einschreibt – wohl einer Suche nach Identität folgend, die sich unwillkürlich in den übergeordneten Komplex der Frage nach dem Sein einreiht.
Die gesamte Aufmerksamkeit Valentin Omans – von seiner Wahrnehmung der Welt, der konkreten Erscheinungen, der Phänomene der Natur bis zur Umsetzung seiner Werke, in denen er versucht, die Sinneseindrücke niederzuschreiben, oder besser gesagt, die wahrgenommenen Prozesse nachzuvollziehen – richtet sich auf das Wandelbare, auf die Veränderung von Material und Formen (bis hin zu ihrer Auflösung) und zielt darüber hinaus auf die Vergänglichkeit als unabdingbare Größe.
Die Metamorphose und die Transzendenz sind letztlich die wesentlichen Themen der Arbeit von Valentin Oman. Es ist die Schönheit der Welt, es sind die Wunder der Natur und des Daseins, aber auch die Mühsal des Lebens, Zwänge, Gewalt, Angst, Verletzung und Tod, es ist der Kreislauf von Werden, Wachsen und Vergehen, von Leben und Sterben, die den Künstler zutiefst berührt und der seine Arbeit stimuliert. Er führt uns mit seinem Werk (über die materiellen) an die existenziellen und darüber hinaus an die geistigen, die „göttlichen“ Dinge heran. Seine Werke verweisen auf die Endlichkeit des menschlichen, des eigenen, irdischen Lebens und – unweigerlich – auf die fundamentalsten aller Fragestellungen: „Woher kommen wir und wohin gehen wir?“ und „Was ist der Sinn unseres Daseins und was kommt danach?“ Fragen, die allen Religionen zugrunde liegen und die auf unterschiedliche Weisen beantwortet werden, sei es durch das Ewige Leben der Christen, die Paradiesvorstellungen des Islam oder etwa das Nirwana der Buddhisten. Valentin Oman selbst bleibt eine konkrete Antwort schuldig. Sein Impetus ist ein rein künstlerischer, der auf das Allgemeine und Grundsätzliche, auf das zutiefst Menschliche fokussiert, fern jeder Religion, Ideologie oder Doktrin. Valentin Omans Werk ist universell zu verstehen, wirkt inklusiv und ist auf eine unbestimmte Weise spirituell. Vor allem aber sind Omans Arbeiten in hohem Maße ethisch und philosophisch. Die Interpretation der Werke steht den Betrachtenden frei.
Um einen adäquaten künstlerischen Ausdruck zu erlangen, hat Valentin Oman ganz spezielle, außergewöhnliche künstlerische Verfahren entwickelt, die experimentell geleitet sind und dem Zufall – von der Auffindung der Werkstoffe bis hin zu ihrer Verwertung – großen Raum geben. Ein besonderes Charakteristikum der Arbeit ist die diffizile Ausweitung und Verknüpfung der klassischen bildnerischen Möglichkeiten, durch die es dem Künstler gelungen ist, eine unverkennbare persönliche Handschrift von äußerster Ausdruckskraft auszubilden. Insbesondere die Malerei, der bei Valentin Oman mit herkömmlichen Begriffen nicht mehr beizukommen ist, erfährt durch die spezifische Ausführung mithilfe an und für sich gattungsfremder Mittel eine Expansion, eine Entwicklung in Richtung eines bildhauerischen Ansatzes, die nicht nur deutlich formal-ästhetisch wirksam wird, sondern gleichermaßen die inhaltliche Aussage nachhaltig zu artikulieren vermag.
Seine unikale Bildsprache hat Valentin Oman vor dem Hintergrund der informellen Tendenzen und des Materialbildes der 1950er- und 1960er-Jahre entwickelt. Einflüsse von Jean Dubuffet oder Antoni Tàpies sind unverkennbar, etwa in der Verwendung eigentlich kunstferner, suggestiver Rohstoffe großer sinnlicher Qualitäten. Textilien, Papiere, Sand oder Asphalt werden in aufwendigen Herstellungsprozessen verarbeitet, in Collagen und Assemblagen integriert, auf der Leinwand reliefartig modelliert und fungieren als magische Ausdrucksträger. Das Schöpfen aus dem Unterbewussten und der freie Einsatz der Mittel und Materialien, insbesondere diverser haptisch gestaltbarer Stoffe und Substanzen, wird grundlegend für das gesamte Schaffen und schlägt sich bis heute im Werk von Valentin Oman nieder. Das dreidimensionale Bilden aus der Fläche, das Eingraben und -kratzen von Spuren, das Auftragen und Abheben von Schichten, wie wir es in den Reliefs oder den „gebauten“ Wandmalereien finden, die in einem Prozess abwechselnder Konstruktion und Dekonstruktion entstehen, basieren darauf.
Durch den ausgeprägten Materialprozess, der für den Künstler von größter Bedeutung ist, schreiben sich Spuren in die Werke ein, die, als Aufzeichnungen der Vergangenheit gelesen, eine beeindruckende Archaik vermitteln bzw. Archetypisches evozieren. Hinzu kommen die Schrift als Mittel der überdauernden Notation und die Farbe als symbolischer Wert – häufig Blau oder Gold für den Himmel oder das (göttliche) Licht bzw. die Ewigkeit, vergleichbar den Sphären des mittelalterlichen Goldgrundes, als Abglanz des Geistigen und Vergegenwärtigung des Jenseitigen.
Zentrales Motiv der künstlerischen Arbeit ist – ganz der österreichischen Tradition und ihren inhaltlichen Anliegen entsprechend – die menschliche Figur, die in unterschiedlichen formal-ästhetischen Facetten in vielfältiger Erscheinungsform ausgeführt und die in den Werken entweder vereinzelt oder im gestalterischen Zusammenhang mit anderen präsentiert wird. Besonders in den Reliefarbeiten aus Beton oder Metall sowie in den grafischen Blättern taucht die Figur häufig vermehrt zu flächendeckenden, beinahe ornamental anmutenden Rapporten auf. Sie ist neben der Landschaft, die die geringere Aufmerksamkeit beansprucht, nahezu unikales Sujet innerhalb des Œuvres. Die Figur ist bei Valentin Oman niemals eine bestimmte, es ist der Mensch schlechthin (als Individuum und als gesellschaftliches Wesen), und es ist das Menschliche im Allgemeinen – das abstrakt, als Chiffre, als symbolhaftes Zeichen, oder als Relikt, das die Spuren des Daseins trägt – ins Bewusstsein gerückt wird.
Omans Gestalten sind nicht greifbar, nicht in Zeit, nicht in Raum und nicht in ihrer Form. Sie sind an der Grenze zum Abstrakten angesiedelt, unkonkret und fragmentarisch – verwundbar. Sie erscheinen als nicht näher definierte, schemenhafte Körper, als durchscheinende, blasse Hüllen, die sich in einem Zustand zwischen Materialisierung und Auflösung, quasi in einem Stadium des Überganges befinden – ephemer und transitorisch. Diese Eigenschaften spiegeln sich in ihrer Materialität und in den künstlerischen Techniken und Methoden, die Valentin Oman zur Anwendung bringt. Material, Farbe und Form sind Träger des Ausdrucks und vermitteln den Inhalt. Die Unschärfen heben die Oman‘schen Gestalten aus der konkreten Zeitlichkeit und machen sie zu flüchtigen Wesen von allgemeiner Gültigkeit. Ihre kontemplative Statuarik, ihre archaische Stärke und ihre ikonenhafte Erhabenheit unterstreichen ihre spirituelle Größe – im architektonischen Zusammenhang häufig gesteigert durch monumentale Maße und räumliche Ausdehnung. Letztlich sind Valentin Omans Figuren immer Zeichen metaphysischer Dimension, die über sich selbst hinausweisen – auf transzendente Dinge, die jenseits der menschlichen, sinnlichen Erfahrungsmöglichkeiten liegen, die der Künstler durch sein Werk zu berühren vermag. Sinngemäß dringt er hinter die Oberfläche der Dinge, von deren Erscheinung in die Tiefe ihres Seins.
Ebenso verhält es sich mit den Mosaiken und besonders auch mit den Glasarbeiten des Künstlers, seien es Wandgestaltungen, Stelen oder Kirchenfenster, die in eigens entwickelten Relieftechniken hergestellt sind (wie etwa in den Pfarrkirchen von St. Stefan in Finkenstein — Šteben pri Bekštanju oder Bad Kleinkirchheim). Die Mosaike und Glasarbeiten entfalten ihre Wirkweise im Wechselspiel mit dem einfallenden Licht. Sie erzeugen beeindruckende atmosphärische Stimmungen, die die sinnliche und geistige Erlebnisfähigkeit der Gläubigen stimulieren und das Licht symbolisch als spirituelle Kategorie wahrnehmbar machen. Das natürliche Licht wird zum Sinnbild des „Göttlichen“.
Diese mystische Komponente, die der Kunst Valentin Omans inhärent ist, befähigt den Künstler hervorragend zur Lösung spiritueller Aufgabenstellungen, die er in der Verwirklichung einer großen Zahl von Aufträgen zur Gestaltung von Sakralräumen wahrgenommen hat, die heute in den verschiedenen kirchlichen Bauten unseres Landes zu finden sind und ihr Erscheinungsbild maßgeblich prägen, wie zum Beispiel in der Kirche von Tanzenberg — Plešivec, der Verabschiedungshalle Annabichl in Klagenfurt — Celovec oder der Osterkirche Oberwart — Zgornja Borta, um nur einige wenige zu nennen. Diese Werke haben Valentin Oman zu einem der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Österreichs gemacht.
Valentin Oman spada med najbolj znane avstrijske umetniške osebnosti. V dosedanjih več kakor petdesetih plodovitih letih je umetnik ustvaril impresiven, raznolik in prodoren korpus del s težiščem v grafiki, slikarstvu, kiparstvu in instalacijah.
Da je Valentin Oman postal regijsko, nacionalno in mednarodno tako zelo prepoznaven, se mora zahvaliti predvsem svojemu delu v javnem prostoru. V domači regiji je jasno prisoten z nadpovprečno velikim številom arhitektonsko-oblikovalskih stvaritev, predvsem v cerkvenih in javnih zgradbah in na trgih. Ta pojav je treba pripisati tako vsebinski kot formalno-estetski svojskosti in s tem tudi ustreznosti njegovega dela v ta namen.
Umetnine, povezane s stavbami in javnim prostorom, se razlikujejo od običajnih ateljejskih oziroma razstavnih umetnin po svoji imobilnosti, po krajevno in tudi tematsko specificirani naravnanosti in po zavezanosti, ki so ji podrejene. Zasnovane in izvedene so glede na konkretno umeščenost. Odvisne so od krajevnih, tehničnih in stavbnih danosti in morajo izpolnjevati določene vsebinske, umetniške in estetske naloge. Če gre za dela v javnem prostoru, se temu pridružujejo še raznovrstne družbeno relevantne, politične, socialne, ekonomske in ekološke zahteve, ki se nanašajo na ta prostor. V umetnosti v javnem prostoru in v stavbah danes sodobne umetniške tehnike in metode služijo klasičnim nalogam umetnosti, ki je bila v svoji zgodovini dolga stoletja odvisna od naročil, namensko usmerjena in funkcionalno določena. V kompleksnem vsebinskem in stavbno-krajevnem kontekstu te umetnine razvijejo – onstran okrasja in dekorja – posebno moč učinkovanja, ki sega tudi na socialno-politično ali na duhovno področje. Nasprotno pa sorazmerno s svojim enkratnim jezikom in s posebno umetniško zmožnostjo za multidisciplinaren razcvet okrepljeno izrazijo vsakokratne kvalitete lokalnosti. Umetnine ustvarjajo ustrezna ozračja, sporočajo namembnost prostora in dopolnjujejo ter podčrtavajo njegove situacijsko-prostorske in arhitektonske definicije ter ga na ta način oblikujejo v poseben, edinstven kraj. Umetnost v javnem prostoru zbudi pozornost in poraja diskurz, ki zaznamuje kraj kot območje kulturnega in družbenopolitičnega razpravljanja ter vabi k udeležbi in diskusiji.
Umetniško delo Valentina Omana se zdi posebej primerno za javni prostor in stavbni kontekst. Zanj je odnos do kraja in do arhitekture zelo pomemben, očitno pa ga predestinira za to tudi njegov osrednji tematski spoprijem, ki se mu od vsega začetka posveča pri svojem umetniškem delu. Ta spoprijem je v pretežnem delu že od nekdaj usmerjen v človekovo eksistenco. Posvečen je – z največjo občutljivostjo in empatijo – osnovnim vprašanjem bivanja. Poleg tega Valentin Oman kot koroški Slovenec zagovarja tudi angažirano politično hotenje, ki se, oblikovano z umetniškimi sredstvi, vpisuje v njegova dela – bržkone v iskanju identitete, ki ga nehote sili v nadrejeni kompleks vprašanja bivanja.
Celovita pozornost Valentina Omana – od njegovega zaznavanja sveta in konkretnih pojavov ter naravnih fenomenov do uresničevanja umetniških del, v katerih poskuša zapisati čutne zaznave ali bolje rečeno, dokončati zaznane procese – je osredotočena na spremenljivost, na spreminjanje materiala in oblik (tja do njihovega razkroja) in preko tega na minljivost kot neobhodno dejstvo.
Metamorfoza in transcendenca sta navsezadnje bistveni temi Omanovega dela. Lepota sveta, čudeži narave in bivanja, a tudi mukotrpnost življenja, prisila, nasilje, strah, trpljenje in smrt, krogotok nastajanja, rasti in minevanja, krogotok življenja in smrti, to je tisto, kar se najgloblje dotika umetnika in spodbuja njegovo ustvarjanje. S svojimi deli nas vodi (preko materialnega) k eksistencialnemu in preko tega k duhovnemu, “božjemu”. Njegova dela opozarjajo na minljivost človeškega, lastnega, zemeljskega življenja in vodijo – neizogibno – do najbolj osnovnih od vseh vprašanj: “Od kod prihajamo in kam gremo?” ter “Kaj je smisel našega življenja in kaj sledi potem?” To so vprašanja, ki so osnova vseh religij in na katera obstajajo različni odgovori, bodisi večno življenje kristjanov, bodisi islamske predstave o raju ali recimo budistična nirvana. Valentin Oman nanje ne daje konkretnega odgovora. Njegov zagon je popolnoma umetniški, osredotočen na splošno in temeljno, na globoko človeško, daleč od vsake religije, ideologije ali doktrine. Delo Valentina Omana je treba razumeti univerzalno, deluje vključujoče in je na nedoločen način duhovno. Predvsem pa so Omanova dela v veliki meri etična in filozofska. Interpretacijo del si opazovalec lahko izbere sam.
Da bi dosegel adekvaten umetniški izraz, je Valentin Oman razvil popolnoma specialne, nenavadne umetniške postopke, ki so vodeni eksperimentalno in dajejo veliko prostora naključju – od odkrivanja materialov do njihove uporabe. Posebna značilnost dela je težavna razširitev in povezava klasičnih oblikovalskih možnosti, s čimer se je umetniku posrečilo izdelati nezgrešljivo osebno pisavo s skrajno izrazno močjo. Prav Omanovo slikarstvo, ki mu s tradicionalnimi pojmi ni več mogoče priti do živega, doživlja ob posebni izvedbi s pomočjo sredstev, ki so sama po sebi drugorodna, ekspanzijo in razvoj v smeri kiparske zasnove, ki ne učinkuje le razločno formalno-estetsko, ampak lahko v enaki meri artikulira vsebinsko izpoved. To svojo edinstveno slikovno govorico je Valentin Oman razvil na osnovi neformalnih tendenc in umetniških materialov iz 50-ih in 60-ih let 20. stoletja. Očitni so vplivi Jeana Dubuffeta in Antonia Tàpiesa, recimo v uporabi pravzaprav neumetniških, sugestivnih surovin velikih čutnih kvalitet. Tekstilije, papir, pesek ali asfalt se predelujejo v dolgotrajnih proizvodnih procesih, integrirajo se v kolažih in asemblažih, reliefno se modelirajo na platnu in delujejo kot magični izrazni nosilci. Ustvarjanje iz podzavesti in prosta uporaba sredstev in materialov, še posebej različnih materialov in snovi, ki jih je mogoče haptično oblikovati, postaneta bistvena za celotno ustvarjanje in prihajata danes do izraza v delu Valentina Omana. Na tem temelji tridimenzionalno oblikovanje ploskve, vrezovanje in vpraskanje sledi, nanašanje in odstranjevanje plasti, kot ga vidimo pri reliefih ali „vgrajenih“ stenskih poslikavah, ki nastajajo v procesu izmenične konstrukcije in dekonstrukcije.
Z izrazitim materialnim procesom, ki je bistvenega pomena za umetnika, se v dela izpisujejo sledi, ki, brane kot zapisi preteklosti, posredujejo močan vtis arhaike oziroma delujejo kot arhetipi. K temu se pridružujeta še pisava kot sredstvo trajne notacije in barva kot simbolična vrednost – pogosto modra ali zlata za nebo ali (božansko) luč oziroma večnost, podobno kot sfere srednjeveške zlate podlage, kot odsev duhovnega in ponazoritev onstranstva.
Osrednji motiv umetniškega dela pa je – popolnoma v skladu z avstrijsko tradicijo in njenimi vsebinskimi hotenji – človeška figura, izvedena v različnih formalno-estetskih fasetah v raznovrstnih pojavnih oblikah in predstavljena ali posamič ali v oblikovni zvezi z drugimi. Posebej na reliefih iz betona ali kovine in na grafičnih listih figura pogosto nastopa razmnožena v ponavljajočih se vzorcih, ki prekrivajo ploskve in učinkujejo skoraj ornamentalno. Poleg pokrajine, ki terja manj pozornosti, je to tako rekoč enkraten siže znotraj umetnikovega opusa. Figura pri Valentinu Omanu nikoli ni kaka določena, v zavesti je kot človek nasploh (kot individuum in kot družbeno bitje) in je obče veljavna človeškost – kot abstrakt, kot šifra, kot simbolično znamenje ali kot relikt, ki nosi sledi bivanja.
Omanove figure niso oprijemljive, ne v času ne v prostoru ne v svoji obliki. Naseljene so na meji z abstraktnim, so nekonkretne in fragmentarne – ranljive. Pojavljajo se kot ne pobliže definirana, zabrisana telesa, kot prosojna, bleda ogrinjala, ki so v stanju med materializacijo in razkrojem, kakor v stadiju prehoda – efemerno in prehodno. Te lastnosti se zrcalijo v njihovi materialnosti in v umetniških tehnikah in metodah, ki jih uporablja Valentin Oman. Material, barva in oblika so nosilci izraza in posredujejo vsebino. Neostrost dviga Omanove figure iz konkretne časovnosti in iz njih dela hlapljiva bitja splošne veljavnosti. Njihova kontemplativna statuaričnost, arhaična moč in ikonska vzvišenost poudarjajo njihovo duhovno veličino – v povezavi z arhitektoniko pogosto stopnjevano z monumentalnimi izmerami in prostorsko razsežnostjo. Konec koncev so Omanove figure vedno znamenja metafizične dimenzije, ki kažejo ven nad same sebe – proti transcendentnim stvarem, te pa obstajajo onkraj človekovih čutnih in izkustvenih možnosti, ki se jih je umetnik sposoben dotakniti s svojim delom. V tem smislu umetnik prodira skozi površino stvari, od njihovega videza sega v globino njihovega bivanja.
To velja tudi za umetnikove mozaike in še posebej za njegova dela iz stekla, pa naj bodo to stenske podobe, stele ali cerkvena okna, ki so izdelana v posebej razvitih reliefnih tehnikah (recimo v farnih cerkvah v Štebnu pri Bekštanju in v Bad Kleinkirchheimu). Mozaiki in dela iz stekla razvijajo svoj način delovanja v medsebojnem vplivanju z vpadajočo svetlobo. Tako ustvarjajo globoka atmosferska ozračja, ki spodbujajo čutno in duhovno doživljajsko zmožnost vernikov in omogočajo zaznavo svetlobe kot spiritualne kategorije. Naravna svetloba postane simbol „božjega“.
Ta mistična komponenta, ki je inherentna umetnosti Valentina Omana, daje umetniku odlično sposobnost za reševanje spiritualnih nalog, kakršne je opravljal pri uresničevanju velikega števila naročil za oblikovanje sakralnih prostorov v različnih cerkvenih stavbah naše dežele, ki danes odločilno zaznamujejo njeno podobo, recimo v cerkvi na Plešivcu — Tanzenberg, v poslovilni dvorani v Trnji vasi — Annabichl v Celovcu ali v cerkvi v Zgornji Borti — Oberwart, da navedemo le nekatere. Ta dela so Valentina Omana naredila za enega najpomembnejših sodobnih avstrijskih umetnikov.






